Doberschütz - eine Gemeinde stellt sich vor
Siedlungsgeschichte

Der Ort Doberschütz mit den Ortschaften Battaune, Doberschütz, Mörtitz, Paschwitz, Sprotta und Wöllnau ist seit dem 1.1.1996 zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Die Überlieferung der Ortsnamen wurde in den einzelnen Orten zu verschiedenen Zeiten beurkundet.

WindmühleDie Entstehung des Ortes Battaune kann man ca. 1000 Jahre zurückverfolgen. Slawische Stämme siedelten sich am einzigen größeren Wasserlauf, der durch das Dickicht floss, an. (Schwarzbach)
Noch heute kann man in der Ortslage von Battaune den slawischen Rundling erkennen. Der Schwarzbach floss bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts durch das Dorf.

Der Ortsname Doberschütz beweißt schon durch seine Endsilbe, dass der Ort sorbischen Ursprungs ist.
Schon vor 1314 soll durch die Franken, das noch heute im historischen Kern erkennbare Straßendorf gegründet worden sein, was jedoch nicht nachweisbar ist.
Das Dorf wurde sehr großzügig angelegt. An jeder Seite der Straße. die in der Siedlungszeit sicher aus einem Knüppeldamm bestand. erhielten 14 Siedler eine Hofstelle. Daraus entstanden die späteren Hufengüter. Die Bewohner wechselten durch Verarmung und Erbteilung. Bis etwa 1950 hatten sich aus den ursprünglich 28 Hufengütern 90 bäuerliche Betriebe herausgebildet.

Mörtitz besteht aus den Ortsteilen Mörtitz, Mensdorf und der Roten Jahne. Diese wurden im Jahr 1936 zusammengelegt. Mensdorf wurde 1314 erstmals urkundlich erwähnt. Mörtitz bereits 1260. Der Ort befindet sich am Rande des Urstromtales der Mulde. Vom alten Hufnerdorf sind nur noch Anlagen- Bauerngehöfte erhalten.

Von Paschwitz wird auch heute noch im Volksmund von Paatzsch, früher sogar noch von Repaatzsch oder Rüpaatzsch gesprochen. Die Paschwitzer sollen immer recht fleißige Rüben- und Rettichbauern gewesen sein.
Die ursprüngliche Siedlungsform, der Rundling, ist noch heute im historischen Dorfkern erkennbar. Auch hier folgten den Sorben deutsche Siedler. Schon um 1550 gab es 16 Hufen- und Halbhufengüter.
In frühen Urkunden schrieb man das heutige Sprotta auch Sprottau, Sprottaw oder Sprottow. 1158 sogar Zprutau.
Zprotiva soll auf sorbisch soviel wie Schwarzbach heißen. Von den sorbischen Wurzeln ist hier nichts mehr zu finden. jedoch dürfte die Siedlungsgeschichte der von Doberschütz ähneln. 1550 wurden 23 Hufengüter und 4 Gärtnergüter gezählt.
Moorige Torfsümpfe umgaben in früheren Zeiten den Ort. Recht kurios wirkt die Lage der Kirche am nordwestlichen Ende des Dorfes. Die Ursache dafür ist, dass die Kirche ursprünglich als Gotteshaus für mehrere Orte vorgesehen war.

Bereits im Jahre 1314 wurde Wöllnau das erste Mal urkundlich erwähnt. Es entstand aber als slawische Siedlung unmittelbar in der Nähe des Schwarzbaches wesentlich früher und weiter nordöstlich.
Das heutige Dorf wurde von fränkischen Siedlern um die Kirche erbaut und ist ein typisches Straßendorf.


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